Abschleppen lassen vom Privatparkplatz: Kosten, Ablauf und Alternativen
Dein Privatparkplatz ist zugeparkt und du überlegst, den Falschparker abschleppen zu lassen. Verständlich. Aber bevor du zum Telefon greifst, solltest du wissen, was auf dich zukommt – denn Abschleppen vom Privatparkplatz ist teurer und komplizierter, als viele denken.
In diesem Ratgeber findest du die genauen Kosten, den Ablauf Schritt für Schritt, was alles schiefgehen kann und warum immer mehr Betroffene eine deutlich günstigere Alternative nutzen.
Darf ich einen Falschparker vom Privatparkplatz abschleppen lassen?
Ja, grundsätzlich darfst du das. Als Besitzer deines Parkplatzes hast du das Recht, ein fremdes Fahrzeug entfernen zu lassen, das dort ohne deine Erlaubnis steht.
Wann du abschleppen lassen darfst
Wer ohne Erlaubnis auf deinem Privatparkplatz parkt, tut das widerrechtlich. Du darfst dagegen vorgehen – und dazu gehört auch das Abschleppen. Das ist in Deutschland klar geregelt.
Mehr zu deinen grundsätzlichen Rechten findest du in unserem Ratgeber: Falschparker auf dem Privatparkplatz.
Voraussetzungen: Worauf du achten solltest
Damit beim Abschleppen alles glattläuft, solltest du vorher ein paar Dinge sicherstellen:
- Der Parkplatz gehört dir oder ist dir zugeordnet (zum Beispiel als Mieter mit Stellplatz im Mietvertrag)
- Der Parkplatz ist klar als privat erkennbar – durch ein Schild, eine Markierung oder eine Absperrung. Ohne Kennzeichnung wird es schwieriger, die Kosten zurückzufordern.
- Du hast den Vorfall dokumentiert – Fotos mit Kennzeichen, Position des Fahrzeugs und Zeitstempel.
- Das Abschleppen ist angemessen. Wenn der Fahrer gerade zurückkommt und wegfahren will, solltest du das nicht verhindern.
Wann du besser NICHT abschleppen lässt
- Der Fahrer ist in der Nähe und ansprechbar – ein kurzes Gespräch ist immer der bessere erste Schritt
- Der Parkplatz ist nicht erkennbar als privat gekennzeichnet
- Du bist nicht der Besitzer oder Mieter des Stellplatzes
Was kostet das Abschleppen vom Privatparkplatz?
Hier kommt der Punkt, an dem viele schlucken. Abschleppen vom Privatparkplatz ist deutlich teurer als ein Knöllchen auf der Straße.
Typische Kostenübersicht
| Posten | Kosten |
|---|---|
| Abschleppvorgang (Anfahrt + Verladen + Transport) | 150–250 EUR |
| Standgebühr (pro Tag auf dem Verwahrplatz) | 10–25 EUR |
| Verwahrungskosten (Halle statt Freifläche) | 15–30 EUR / Tag |
| Nachtzuschlag / Wochenendzuschlag | 30–80 EUR |
| Gesamtkosten (typisch) | 150–350 EUR |
Die Preise hängen von der Region, der Tageszeit und dem Abschleppdienst ab. In Großstädten wie München, Hamburg oder Berlin zahlst du tendenziell mehr.
Wer muss das bezahlen?
Eigentlich ganz klar: Der Falschparker hat den Schaden verursacht, also muss er auch die Kosten tragen.
So weit die Theorie. In der Praxis sieht es leider oft anders aus.
Das große Problem: Du musst erstmal selbst zahlen
Hier liegt der Haken beim Abschleppen vom Privatparkplatz: Du beauftragst den Abschleppdienst, also zahlst du auch die Rechnung. Nicht der Falschparker – du.
Anschließend musst du dir das Geld selbst vom Fahrzeughalter zurückholen. Und das geht so:
- Du stellst eine Halteranfrage bei der Zulassungsbehörde (kostet ca. 5–10 EUR)
- Du schreibst dem Halter einen Brief mit Zahlungsaufforderung und setzt eine Frist
- Wenn er nicht zahlt: Mahnverfahren oder Klage – mit weiterem Aufwand und weiteren Kosten
Und mal ehrlich: Nicht wenige Falschparker zahlen einfach nicht. Besonders ärgerlich wird es bei Fahrzeugen mit ausländischem Kennzeichen – da ist die Chance, dein Geld wiederzusehen, besonders gering.
Abschleppen ist teuer. Es geht auch anders.
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Ablauf: So lässt du einen Falschparker abschleppen
Falls du dich trotz der Kosten fürs Abschleppen entscheidest, solltest du den Ablauf kennen. Hier die Schritte:
- Dokumentieren: Mach Fotos vom falsch geparkten Fahrzeug – Kennzeichen, Position auf deinem Stellplatz, Beschilderung. Notiere Datum und Uhrzeit.
- Fahrer suchen: Schau kurz, ob der Fahrer in der Nähe ist. Falls ja: freundlich ansprechen. Falls nein: weiter mit Schritt 3.
- Abschleppdienst anrufen: Ruf einen Abschleppdienst an und erkläre die Situation. Sag dazu, dass es ein Privatparkplatz ist. Der Dienst kommt in der Regel in 30–90 Minuten.
- Abschleppvorgang: Der Abschleppdienst lädt das Fahrzeug auf und bringt es auf einen Verwahrplatz. Du bekommst eine Rechnung.
- Halter ermitteln: Mit dem Kennzeichen stellst du eine Halteranfrage bei der Zulassungsbehörde.
- Geld zurückfordern: Schreib dem Halter und fordere die Kosten mit einer Frist zurück. Wenn er nicht zahlt, bleibt dir nur der Rechtsweg.
Was beim Abschleppen schiefgehen kann
Abschleppen klingt einfach – hat aber ein paar Fallstricke, die du kennen solltest:
Der Falschparker kommt zurück
Wenn der Fahrer zurückkehrt, bevor der Abschleppdienst das Auto aufgeladen hat, musst du ihn wegfahren lassen. Du darfst ihn nicht aufhalten. Blöd nur: Die Anfahrtskosten des Abschleppdienstes (ca. 50–100 EUR) zahlst du trotzdem – und die bekommst du in der Regel nicht erstattet.
Der Halter zahlt nicht
Kommt häufiger vor als man denkt. Manche Falschparker ignorieren deine Zahlungsaufforderung einfach. Dann bleibt dir nur der Weg über Mahnbescheid und Klage. Der Aufwand steht oft in keinem Verhältnis zu den 200–300 EUR – besonders wenn der Halter zahlungsunfähig ist oder im Ausland lebt.
Schäden am abgeschleppten Fahrzeug
Wenn beim Abschleppen etwas am Fahrzeug kaputt geht, kann der Halter dich als Auftraggeber dafür verantwortlich machen. Seriöse Abschleppdienste sind versichert, aber prüfe das vorher. Am besten: Fotos vom Fahrzeugzustand machen, bevor der Abschleppdienst anfängt.
Überhöhte Abschleppkosten
Manche Abschleppdienste nutzen die Situation aus und verlangen übertriebene Gebühren. Frag am besten vorher nach den Kosten. Wenn du die Kosten später vom Falschparker zurückforderst, muss der Betrag angemessen sein – überhöhte Rechnungen werden nicht anerkannt.
Die günstigere Alternative: Falschparker per App melden
Abschleppen funktioniert – ist aber teuer, aufwändig und riskant. Immer mehr Betroffene nutzen deshalb eine smartere Lösung.
Hier der direkte Vergleich:
| Kriterium | Abschleppen | App-Meldung |
|---|---|---|
| Kosten für dich | 150–350 EUR (Vorleistung) | 0 EUR (kostenlos) |
| Entschädigung | Keine (bestenfalls Geld zurück) | Bis zu 50 EUR pro Meldung |
| Zeitaufwand | 30–90 Min. warten + Nachverfolgung | Unter 2 Minuten |
| Kostenrisiko | Hoch (Halter zahlt evtl. nicht) | Keines |
| Hilft bei Wiederholungstätern? | Kaum (kein Abschreckungseffekt) | Ja (Abmahnung + Vertragsstrafe) |
| Nachverfolgung | Selbst: Halteranfrage, Mahnschreiben, ggf. Klage | Komplett vom Dienstleister |
So funktioniert die App-Meldung: Fahrzeug fotografieren, Meldung in der App absenden, fertig. Der Dienstleister kümmert sich um alles – Halter ermitteln, Vertragsstrafe durchsetzen, bei Bedarf Abmahnung verschicken. Du bekommst deine Entschädigung, ohne einen Cent vorzustrecken.
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Häufige Fragen
Wie schnell kommt ein Abschleppdienst?
Meistens zwischen 30 und 90 Minuten, je nach Tageszeit und wie viel gerade los ist. Nachts und am Wochenende kann es länger dauern – und manche Abschleppdienste berechnen dann auch einen Zuschlag.
Kann ich die Abschleppkosten immer vom Falschparker zurückfordern?
Vom Prinzip her ja – der Falschparker hat den Schaden verursacht. Aber in der Praxis klappt das nicht immer. Manche zahlen einfach nicht, und dann musst du den Rechtsweg gehen. Bei Fahrzeugen mit ausländischen Kennzeichen wird das besonders schwierig.
Was passiert, wenn das Fahrzeug beim Abschleppen beschädigt wird?
Das Abschleppunternehmen haftet über seine Versicherung. Aber der Fahrzeughalter könnte auch dich als Auftraggeber in die Verantwortung nehmen. Deshalb: Vorher prüfen, ob der Abschleppdienst versichert ist, und den Zustand des Fahrzeugs vor dem Abschleppen fotografieren.
Darf ich das fremde Auto selbst wegfahren oder umsetzen?
Nein, auf keinen Fall. Ein fremdes Fahrzeug darfst du nicht selbst bewegen – auch nicht „nur ein Stück“. Das kann dir Ärger einbringen. Beauftrage immer einen professionellen Abschleppdienst oder melde den Vorfall per App.
Gibt es günstigere Alternativen zum Abschleppen?
Ja, definitiv. Die einfachste und günstigste Alternative ist die Meldung per Falschparker-App. Du hast kein Kostenrisiko, musst nichts vorstrecken und bekommst sogar bis zu 50 EUR Entschädigung. Der Dienstleister übernimmt alles – Halter ermitteln, Vertragsstrafe, Abmahnung. Mehr dazu in unserem Ratgeber zu deinen Rechten.
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Letzte Aktualisierung: Februar 2026
Dieser Ratgeber gibt allgemeine Informationen weiter und ersetzt keine individuelle Beratung. Für deine konkrete Situation wende dich bitte an einen Fachmann.





